Coregonen

                                                            Coregonen

Aus dem Griechischen stammende Bezeichnung für Fische der Unterfamilie Coregoninae und Sammelbegriffe

für die unterschiedlichen Renken , Maränen und Felchenarten. Kennzeichnendes , gemeinsames Merkmal

dieser artenreichen Familie ist die Fettflosse und das weißfischähnliche Aussehen. Viele Lokalrassen

machen die Differenzierung der einzelnen Coregonenarten überaus schwierig. Hauptsächlich unterscheidet

man in Schwebe - und Bodenrenken. zu den Schweberenken gehören beispielsweise die Kleine Maräne

und das , auch Große Schwebrenke genannte Blaufelchen , ebenso wie der Gangfisch auch als 

( Kleine Schwebrenke ) bezeichnet. Zu den Bodenrenken gehören unter anderen die Große Maräne

oder auch Bodenrenke  (große Bodenrenke ) , das Sandfelchen auch  ( Reinanke ) sowie der auch

Kleine Bodenrenke genannte ( Kilch ).

Über die Herkunft der Coregonen wird die Meinung vertreten das sie zweifellos ursprünglich nordische

Fische waren. Sie müssen mit den Schmelzwasserströmen am Ende der letzten Eiszeit von Norden her 

bis zu den Alpen gelangt sein. Dem Weiterwandern gegen Süden stellten sich die Alpen als 

unüberwindliches Bollwerk entgegen. Beim zurückgehen des Eises blieben große von Gletschern

ausgeschürfte Seenbecken übrig. Diese mit Süsswasser gefüllten bildeten mit großer Wahrscheinlichkeit

den ursprünglichen Lebendsraum unserer Coregonen.

Die meisten Coregonenseen haben überwiegend große Seenbecken mit sehr schmaler Uferbank ( Schar )

und damit geringer Pflanzenproduktion. Typische Renkenseen haben eine Größe von ca. 300 ha bis hin

zu riesigen Seenbecken wie den Bodensee mit 476 km² . Die Tiefe übersteigt meist die 30 m .

Die Temperatur beträgt in diesen Tiefen stet´s um die 4° C . Die großen Seen haben einen hohen

Sauerstoffgehalt , wobei die Werte selbst im Sommer nicht unter 50 - 60 % fallen. Da aber durch 

künstlichen Besatz auch in kleineren Gewässern Renken eingebracht werden , kann man heute

nahezu in jeden See auf diese Fische angeln. Süddeutschland , Schweiz und Österreich sind die

Hauptgebiete der Coregonen. Aber auch in ihrer Urheimat , in den tiefen skandinavischen Seen , sind

Coregonen heimisch. Ihre Verbreitung reicht von Norwegen bis Sibirien und umfasst somit

zwei Drittel von Europa.

 

Bestimmung der Coregonen

 

Da es unzählige lokale Arten der Renken gibt und um bei dieser Artenvielfalt nicht die Orientierung zu verlieren

unterscheiden wir zwei Hauptgruppen. Die Schweberenke und die für uns interessante Bodenrenke.  

Da sich die Schweberenke von kleinsten Organismen ( Plankton ) ernährt und die Bodenrenke auch

grössere Nahrung zu sich nimmt ( Nymphfen , Fischbrut ) unterscheidet man sie am leichtesten durch

den Kiemenreusenapparat. Der interessierte Sportangler kann also an Hand der Anzahl der

Kiemenreusendornen Schweb oder Bodenrenken unterscheiden.

 

Die Alterpyramide

                                                                  

                                                                                                                                                  

 Hegenenfischen

Gehen wir zum Hegenenfischen ? Dieser Satz lässt fast jeden Seenfischer in den Alpenländern aufhorchen. 

Die Popularität dieser Angelart hat seit einigen Jahren einem richtigen Boom erlebt , und zu

Saisonbeginn , meist im März sind überall an den Alpeneen die Seen mit Hegeneanglern von ihren

Booten bevölkert . Noch vor ca. 20 Jahren , galt die Renke , der Hauptfisch der Hegenenfischer , als unfangbar

für den Angler , lediglich die Berufsfischer mit ihren Netzen konnten die Renken landen . Als jedoch die 

Hegene ihren Einzug in Deutschland erlebte , änderte sich das grundlegend .

 

Bedeutung für den Angler

Als Speisefisch haben sich diese Salmonidenarten durch ihren hervoragenden Geschmack und 

variantenreichen Zubereitung bereits seit langer Zeit durchgesetzt und sind von der Speisekarte 

nicht mehr wegzudenken .Sowohl als Räucherfisch , aus der Pfanne und als Steckelfisch , stellen 

diese Fische eine wahre Delikatesse dar . 

                                                                             Beispiel einer 5er Hegene

 

 

 

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